Mittwoch, 27. August 2014

Update - 7 Wochen Babyglück...

...oder: Das Licht am Ende des Tunnels ist viel zu oft doch nur ein Zug :( Gute und schlechte Tage/Nächte wechseln sich unrhythmisch ab und ich fühle mich ausgelaugt und energielos. Ich sehe auch aus wie ein Zombie. Immer, wenn sie mal ne Nacht ganz gut geschlafen hat, denke ich, es geht bergauf, doch dann folgt entweder ein Horrortag oder eine -nacht oder beides.

Seit einer Woche hängt der Post nun in der Warteschleife, also wurde aus der 6 direkt eine 7.

7 Wochen Baby sein 


Daten: 59cm, fast 6kg - aktuell nimmt die Hummel zwischen 300 und 400g pro Woche zu
Das mag ich: Auto fahren, Licht, im Fliegergriff durch die Wohnung getragen werden und dabei einschlafen, mit Mama auf der Couch liegen und erzählen
 
Das mag ich gar nicht: Kinderwagen fahren; kurz warten müssen, bis Mama die Milchbar ausgepackt hat; Kacki in eine Windel machen, die schon etwas nass ist. Da muss entweder eine trockene her oder abgehalten werden. Abends nicht clustern zu dürfen.

Das ist neu: Die Hummel geht schon richtig auf's Klo ;) Natürlich nur mit Mamas Hilfe, aber die ist froh, dass sie dann eine Windel weniger wechseln muss. Außerdem nimmt sie ihre Umwelt nun immer deutlicher wahr, erkennt Geräusche (wenn Papa hustet zB), lächelt und streckt die Zunge raus.

Erlebnisse: Beim Babytreff haben wir endlich die Mädels aus dem Vorbereitungskurs wieder getroffen, außerdem hatten wir ein Fotoshooting und haben tolle Bilder mit ihr gemacht. Wir waren bei einer Osteopathin und Mama hat das Gefühl, dass es der Hummel seitdem besser geht.


6 Wochen Eltern sein

Neue Erkenntnisse: Wenn auf jeden guten Tag mindestens ein schlechter folgt, kann man die guten irgendwann auch nicht mehr genießen :(

 
dafür fehlt die Zeit: schlafen, Zweisamkeit, Haushalt


das war blöd: offenbar riecht und schmeckt meine Milch zu gut, so dass die Hummel selten bis nie auf meinem Arm einschläft. Sobald ich sie hochnehme, sucht sie nach der Brust und wird sauer, wenn sie sie nicht kriegt. Lasse ich sie dann trinken, schläft sie aber auch nicht, weil sie alles wieder ausspuckt :( Bei anderen schläft sie ruckzuck ein.  Ich kann nichtmal mit ihr kuscheln, weil ich für sie aktuell nur Milchbar bin :( Das ist echt mega frustrierend.

Ausgerechnet in der Nacht, in der der Papa nicht da war, hatte sie die schlimmsten Bauchschmerzen und wir haben bis auf 3 Std (nicht am Stück!) kein Auge zu gemacht.
Vor 2 Wochen hat die Schwägerin Geburtstag gefeiert und ausgerechnet da war der Wachstumsschub am Höhepunkt angekommen und die Hummel war unausstehlich. Nach 3 Stunden verstecken in der Wohnung, während draußen gefeiert wurde, sind wir entnervt nach Hause gefahren und ich hab den Abend heulend vor'm Haus gesessen, während Chrisitan Babydienst geschoben hat. Irgendwann hält man dieses Drama echt nicht mehr aus. 

Dann bin ich noch mit Männes Oma aneinander geraten und echt geplatzt. Scheinbar denken hier manche Leute, das Kind sei der familiäre Pausenclown und müsse ständig von A nach B gereicht werden. Diese Einstellung und dass nicht respektiert wird, dass es der Kleinen zu viel ist, geht mir tierisch gegen den Strich.

der glücklichste Moment: Eine Nacht mit 5,5 Stunden Schlaf <3

 
Nächte: durchwachsen - Sie schläft erst unheimlich spät ein (letzte Nacht um halb 1), schläft dann etwa 4 Stunden und ist ab dann wieder alle 2 Stunden wach. Außerdem besteht das morgendliche Bauchweh-Problem leider immer noch. Ich versteh das nicht, denn tagsüber hat sie das nicht. Ab 4 Uhr etwa geht das Drama los, sie drückt, quäkt und weint :(

 
Darauf freuen wir uns:  auf meinen Geburtstag am Freitag und die Überraschung, die der Papa vorbereitet hat.


Das macht Mama glücklich: mal ne halbe Stunde in Ruhe im Garten nen Kaffee trinken; von der Hummel angelacht zu werden; wenn sie dann doch mal bei mir einschläft; dass das Stillen endlich wieder beidseitig funktioniert, wenn auch immer noch nicht schmerzfrei; der gute Kontakt und die gelegentlichen Treffen mit den Vorbereitungsmädels


Das macht Papa glücklich: wenn Mama sich mal etwas erholen konnte und nicht mehr so maulig ist

Hier wird noch gekugelt:  Mandy Anki  margarete_audrey  Anna und Betti

Anna Themama Valrike Wonni Annika Fräulein Sonnenschein Jennifer Wenke Mara und Shiva sind von Kugel- schon auf Kuschelzeit umgestiegen und die Idee stammt von Svenja :)
Es tut mir übrigens echt leid, dass ich aktuell nicht dazu komme, bei euch vorbei zu schauen. Die Hummel hat leider keinen wirklichen Rhythmus bisher und ich komm echt zu gar nix momentan. Wenn ich die Spülmaschine ausräume, habe ich schon viel geschafft :(
Alles Liebe
Nadja

Kommentare:

  1. Liebe Nadja,

    oh je ... ja manchmal ist das so ein Auf und Ab. Ganz besonders interessant finde ich, dass ihr die kleine "abhaltet" (was für ein Wort). Wie sind deine Erfahrungen damit?? Ich bin vor kurzem darüber gestolpert und finde es sehr interessant! Daher meine interessierte Nachfrage.

    Ganz liebe Grüße und ich schicke dir ein bisschen Schlaf rüber,
    Viktoria

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  2. Liebe Nadja, ich drücke dich virtuell und schicke viel viel Kraft an dich rüber!
    Mein kleiner Schreikrümel hat seine Schreiphase jetzt seit einer Woche hinter sich gelassen. Nachdem wir beim Arzt nochmal abgeklärt haben, dass das Gekreische nichts medizinisches sein kann, haben wir knallhart Struktur in den Tag gebracht. Sie hatte auch so gar keinen Rhythmus, und das mit elf Wochen. Also mindestens drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten und dazwischen wird sie auch immer ma wieder ins dunkle Zimmer zum Schlafen gelegt (trotz anfänglichem Protestgeschrei). Das hat bei uns ab dem ersten Tag wirklich geholfen und mich unheimlich überrascht.
    Ich drücke die Daumen, dass ihr einen guten Weg für euch findet und trotz allem immer genug Kraft hat, eure kleine Hummel bedingungslos zu lieben - und das habt ihr bestimmt ;)

    Liebste Grüße von Fräulein Sonnenschein

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  3. Oh je.. ich drücke die Daumen, dass das bald alles besser wird.

    Leider müsst ihr da alleine durch. Niemand kann Euch helfen und das habe ich damals als ziemlich frustrierend empfunden. Irgendwie war beim zweiten Kind alles einfacher. Man hat beim ersten Kind die Routine einfach noch nicht ( woher auch ).

    Alles wird gut!

    LG

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  4. Hallo Nadja, vielleicht tröstet es dich, dass es mir - und auch sicher vielen anderen - ganz genauso geht. Erst denkt man, es wird besser und dann wird es schlimmer als vorher. Gestern war der Tag total gut, zum ersten Mal. Dafür war die Nacht recht doof. Anstatt 3-4 Mal zwischen 18 und 8 Uhr kam der kleine Kerl alle anderthalb Stunden an. Und immer trinken, trinken... mir tun seit 2 Tagen sehr die Bru-st-war-zen weh. :( Und wie oft ich nur 3-4 Stunden Schlaf mit gefühlt 100 Unterbrechungen hatte, kann ich gar nicht mehr zählen. Aber irgendwie gehen all die Tage vorbei. Und es findet sich immer wieder was zum Freuen.
    Das mit der Milchbar kenne ich auch. Ätzend. Man müht sich den ganzen Tag mit dem Babylein ab und es kommt nicht zur Ruhe. Wie gern ich mit dem kleinen Kerl einfach mal auf dem Sofa eingeschlafen wäre oder so. Ach. Nix geht. Aber bei anderen, sogar Fremden klappt's mit dem Arm-Schlafen. Pffffft.
    Aber es wird gut. Klingt doof. Ist aber so. Wenn ich mit dem direkten Vergleich die 6jährige Maus angucke, ist es da schon sooooooooo lange viel leichter. ;)
    Alles wird gut.
    Oh, und das Drücken ab den frühen Morgenstunden hatten wir auch bis vor 3-4 Wochen immer. Inzwischen nur noch ganz selten.
    Alles Liebe!

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