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Donnerstag, 19. März 2015

Hallo, hallo :)

Noch jemand da?? Jo, blöde Frage, ich weiß, aber wie beginnt man nach über 5 Monaten Abstinenz einen Blogentry? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich nicht vor hatte, so lange weg zu bleiben und ich auch gar nicht so richtig begreife, wie die Zeit so schnell vergehen konnte. War ich nicht gerade eben noch schwanger?

Als aller erstes möchte ich mich erstmal ganz herzlich für eure Mails bedanken. Dummerweise hatte ich mich darauf verlassen, dass meine Apps mich schon über neue Mails informieren würden, taten sie aber nicht. Als ich vor kurzem ausversehen auf dem kleinen Symbol landete und über 200 ungelesene Mails sah, fielen mir erstmal die Augen raus. Manno. Das ärgert mich wirklich, denn eine Mail kann ich schnell auf dem Klo beantworten, für einen Post brauche ich deutlich mehr Zeit.

Wir leben hier also alle noch und es geht uns auch ganz gut. Die letzten Monate waren ziemlich heftig, vor allem kurz nach Beginn der unbeabsichtigten Pause ging es hier bergab. Die Hummel war sooo unfassbar anstrengend! Ich bekam gefühlt keinen Schlaf mehr, war tagsüber fix und fertig, unendlich gereizt und froh, wenn ich wenigstens in Ruhe duschen konnte (was ausgesprochen selten der Fall war!). Manchmal frag ich mich, wie ich diese Zeit überstanden habe. Ich hätte mir wohl an so manchen Tagen die Kugel gegeben, hätte ich entsprechendes "Werkzeug" zur Hand gehabt.

Mittlerweile hat sich hier ein Rhythmus eingependelt und es gibt Abende (wie heute), an denen ich nicht direkt auf der Couch einschlafe, sobald die Kleine im Bett liegt. Schon länger habe ich vor, mich hier zu melden, irgendwie kommt trotzdem ständig was dazwischen.

In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Wir waren eine Nacht im Krankenhaus, weil die Hummel von der Couch gesegelt ist, sie hat ihr erstes Weihnachten und Silvester erlebt, wir waren ein langes Wochenende in Wien, es gab Schnee und Christian war mit Hummelchen Schlitten fahren. Sie hat Zähne bekommen (3 Stück bisher), gelernt, dass Kinderwagenfahren gar nicht so doof ist und Schnitzel gegessen. Hummelchen und ich waren 2 Mal zu Besuch bei meiner Familie, hatten Besuch von Freundinnen aus Würzburg und Hummel hat eine fiese Bronchitis hinter sich.



Hier also erstmal aktuelle Hummel News

8 Monate Baby sein

Daten: 9-10kg, ich muss mal wieder wiegen. Sie wächst aus den 74er Kleidern raus, einige 80er passen schon

Das mag ich:  morgens mit Papa kuscheln, bevor der zur Arbeit muss; aus dem Fenster schauen (aktuell super spannend, weil der Garten voller Vögel ist und auch der ein oder andere Hase am Feldrand entlang hoppelt);auf dem Bauch schlafen; rückwärts und im Kreis durch die Wohnung robben (heute ist sie tatsächlich ein Stück vorwärts gekrabbelt!) ; "Kuckuck" spielen; draußen sein; auf dem Rücken getragen werden; beim Autofahren aus dem Fenster sehen; beim Spielen die Puzzlematte auseinander nehmen; den Fischen im Teich beim Planschen zusehen




Das mag ich gar nicht: dass der Papa morgens zur Arbeit gehen muss, abends/im Dunkeln Auto fahren; krank sein; länger als bis 7 Uhr schlafen  
 
Das ist neu: Heute ist die Hummel das erste Mal ein Stückchen gekrabbelt; sie sagt "Baba" und zeigt auf den Papa; das Weinen morgens, wenn der Papa geht; Mittagsschlaf im Kinderwagen, meist draußen auf der Terrasse. So kann Mama ein bisschen gärtnern und mal in Ruhe (!) Kaffee trinken.




Erlebnisse: am Dienstag waren wir mit Freundinnen und deren Babys wandern und ich war wieder mal sehr froh darüber, dass wir (auch) tragen. Ich hätte keine Lust gehabt, den Kinderwagen durch den Wald zu schieben und über den riesigen Baumstamm, der auf dem Weg lag, zu hieven. Gestern war das Wetter so schön, dass wir draußen auf der Terrasse spielen konnten.




8 Monate Eltern sein

Neue Erkenntnisse: Babys müssen so niedlich sein, weil sie sooo anstrengend sind :D Ok, die Erkenntnis ist nicht wirklich neu, aber spontan fällt mir nichts anderes ein und ich will diesen Post nicht in der Warteschleife hängen lassen.

Dafür fehlt die Zeit: Haushalt (zumindest in dem Ausmaß, wie ich es gern hätte); alles, was mit Hobbys zu tun hat; Freunde

Das war blöd: Letzte Woche hatten wir Besuch und der kleine Sohn meiner Freundin fing bei JEDEM Geräusch, das die Hummel gemacht hat, das Heulen an. Das war ziemlich anstrengend. Ansonsten finde ich schlecht-Wetter-Perioden immer doof, weil wir nicht raus können und Hummelchen dann deutlich schlechter schläft. Jaja, es gibt kein schlechtes Wetter, bla bla. Doch. Kälte und Regen ist ne beknackte Kombination, da schleif ich mein Kind und mich nicht raus.




Der glücklichste Moment: Ihr Krabbeln heute, das war soo niedlich!

Nächte: Momentan eigentlich ganz gut. Hummelchen geht gegen 19:30 Uhr ins Bett, schläft bis etwa 6:30 - 7:00 Uhr und wird zwischendurch 2 mal wach. Das ist die perfekte Nacht, natürlich gibt es immer mal wieder welche, die nicht ganz so gut sind (gestern zB hatte sie scheinbar schlimme Alpträume und war bis 22 Uhr mehrfach wach). Generell geht es eigentlich gut mittlerweile, allerdings gewöhnt man sich schnell an die guten Nächte und eine schlechte haut mich wieder völlig aus der Bahn.

So, jetzt seid ihr erstmal auf dem neuesten Stand. Ist denn überhaupt noch jemand da??

Alles Liebe euch

Nadja :)

PS: Bei Instagram bin ich etwas aktiver als hier, falls jemand Interesse daran hat, schreib mir ne Mail :) 

Mittwoch, 24. September 2014

Vom Stillfrust zum happy End

Heute möchte ich endlich das Thema Stillen ansprechen. Der regelmäßige Leser hat ja mitbekommen, dass es bei uns anfangs überhaupt nicht rund lief und ich mehrmals kurz davor war, aufzugeben.

Eigentlich begann unsere Stillbeziehung sehr gut. Die Hummel war noch keine 10 Minuten auf der Welt, als ich sie das erste Mal anlegte und es klappte wirklich gut. Sie trank auf beiden Seiten je eine halbe Stunde lang ohne Unterbrechung. Die Hebamme war ganz begeistert und meinte, wir zwei seien Naturtalente. Das machte mich natürlöich irre stolz und beruhigte mich auch irgendwie, denn ich hatte vorher schon etwas Sorge, dass es evtl. nicht klappen könnte. Aus meiner Familie hat kaum jemand gestillt, angeblich hat es bei niemandem funktioniert.

Voll motiviert legte ich mein Kind also fleißig an, wenn sie scheinbar danach verlangte und wurde schnell ernüchert. So harmonisch und friedlich, wie man es in der Werbung sieht, war Stillen gar nicht. Ich hatte jedes Mal höllische Schmerzen beim Anlegen und durch das Lanolin, das ich danach auf die Brustwarzen schmieren sollte, klebten sie an der Kleidung fest, was beim Lösen auch sehr schmerzhaft war. Ich stillte im Liegen, weil ich wegen des Dammrisses nicht sitzen konnte/durfte, fand es aber eigentlich total unbequem.

Einmal kam eine Schwester und fragte, ob das mit dem Stillen funktionierte. Ich sagte einfach ja, denn die Hummel trank ja und war meistens danach auch zufrieden. Die Schmerzen seien normal, das würde sich einpendeln. Dummerweise sprach ich nicht an, dass ich das Stillen so unbequem fand und mir schon richtig der Rücken weh tat. Ehrlich gesagt spielte da auch eine große Portion falscher Stolz mit hinein. Ich wollte mir keine verschiedenen Positionen oder das Anlegen zeigen lassen, ich wollte es selbst hinkriegen. Haben andere ja schließlich auch schon geschafft.

Am 2. und 3. Tag nach der Geburt kam schließlich der Milcheinschuss und die nächste Qual begann. Innerhalb von Stunden wurden die Brüste riesig und taten nun auch ganz grausig weh. Ich fragte mich zum ersten Mal, was sich die Natur dabei nur gedacht hatte. Noch hatte ich immerhin das Glück, dass die Hummel nach jedem Stillen ca. 4 Stunden schlief. Trotzdem wurde meine linke Brustwarze bald blutig und löchrig, die Schmerzen kaum zu ertragen

1,5 Wochen nach der Geburt hatte ich abends schlimmen Schüttelfrost (fragt nicht wie das ist, wenn man unter Dusche das Gefühl hat zu erfrieren und die Nippel eh schon weh tun. Es war grausam!) und am nächsten Tag 40°C Fieber. Meine linke Brust war knallrot, heiß und entzündet. Um den Milchstau loszuwerden, sollte ich links häufiger anlegen. Ich war durch das Fieber natürlich total geschwächt, also zeigte mir meine Hebamme das Stillen im Liegen. 'Hätte ich das mal im Krankenhaus gewusst!', schoss es mir durch den Kopf. War nämlich eigentlich doch ganz bequem, wenn man es denn richtig machte. Leider verschlimmerten sich die Schmerzen in der Brustwarze durch das häufige einseitige Stillen und ich schrie bei jedem Anlegen auf, weinte die komplette Stillzeit durch und war danach klatschnass geschwitzt. Ich begann vor Angst zu zittern, wenn mein Kind wach wurde und Hunger hatte. Christian tigerte völlig aufgelöst durch die Wohnung und war kurz davor, Fertignahrung zu besorgen, um mich von diesen Qualen zu erlösen.

Meine Hebamme, die mich ständig zum Durchhalten animierte, zog einen letzten Trumpf aus dem Ärmel und riet mir, mich an die Stillberatung in meiner Entbindungsklinik zu wenden. Ich wusste nichtmal, dass es sowas gibt. Ich hatte Glück, die Beraterin war sofort per Telefon zu sprechen und machte abends einen Termin mit mir aus. Außerdem sollte ich mir eine elektrische Milchpumpe und ein Antibiotikum gegen die Entzündung verschreiben lassen.

Abends fuhren wir dann mit Baby und Pumpe im Gepäck ins Krankenhaus. Frau J. zeigte mir nicht nur den richtigen Umgang mit der Pumpe, sondern gab mir auch viele Tips, wie ich meine Milchproduktion regulieren konnte. Endlich wurde auch die Ursache für den Milchstau gefunden. Meine Milch war so fettig, dass die Milchkanäle links völlig verstopft waren und kaum Milch heraus kam. Dies war auch der Grund, weshalb die Hummel dort alles kaputt gebissen hatte. Sie musste eine Wahnsinnskraft aufwenden, um überhaupt etwas zu bekommen. Die Milchpumpe saugte die Verstopfungen ab, mein Baby hätte das in diesem Alter niemals schaffen können. Seitdem nehme ich Lecitin-Kapseln, die Milch wird dadurch dünner und fließt besser ab.

3 Wochen lang pumpte ich links ab und stillte nur mit rechts, denn die Brustwarze sollte erstmal heilen können. Schön war das nicht, denn nach jedem Stillen musste ich nachts noch raus und pumpen, obwohl ich den Schlaf dringend hätte brauchen können. Außerdem ließ mir mein Baby tagsüber nicht unbedingt Zeit zum Abpumpen, was sehr oft zu schmerzender, geschwollener Brust führte. Auch dauerte es lange, bis meine Brustwarzen sich an das saugende Baby gewöhnen konnten, denn links wurde ja nur gepumpt und die rechte stand unter Dauerbelastung.

Zusätzlich zu den körperlichen Schwierigkeiten belastete mich die Abhängigkeit. Ich musste immer da sein, ohne mich ging nichts und ich fühlte mich, wie in Ketten gelegt. Mit Baby konnten wir nirgends hin, da sie so schnell überreizt war, ohne Baby konnte ich aber auch nicht weg, da ich ja stillen und pumpen musste. Entgegen aller Meinungen gingen auch die Schmerzen einfach nicht weg, obwohl mir bei der Stillberatung versichert wurde, dass ich alles richtig machte. Die Familie meines Freundes redete permanent auf mich ein, ich solle doch abstillen, die Schmerzen seien nicht normal  und wenn ich Fläschchen geben würde, wüsste ich wenigstens, wie viel die Kleine trinkt. Auf einer Feier durfte ich mir dann noch anhören, dass mein Kind nicht satt sei, weil sie nach einer Stunde stillen immer noch Hunger hatte und herzzerreißend schrie (sie steckte mitten im ersten Wachstumsschub, fand ich später heraus).

Also kam der Tag, an dem ich beschloss, das Stillen aufzugeben. Ich war immer der Überzeugung, dass es das Beste für mein Baby ist und dieser Gedanke ließ mich durchhalten, aber ich konnte einfach nicht mehr. Ich erzählte einer langjährigen Freundin davon, die selbst 2 Kinder hat, aber nie stillen konnte und sie sagte mir: "Nadja, sei mir nicht böse, dass ich das so sage, aber du musst dich auch auf's Mamasein einlassen. Dein Leben ist nicht schlechter geworden, es ist nur anders. Diese Veränderung musst du akzeptieren, ansonsten kämpfst du die nächsten Jahre mit Kind gegen deine eigenen Windmühlen." Ich begann zu weinen, denn sie hatte Recht. Ich hatte krampfhaft versucht, meinem alten Leben hinterher zu jagen, während mein neues neben mir auf und ab hüpfte und nach Aufmerksamkeit schrie. Anstatt zu sehen, wie schön es auch war, mein Baby endlich live bei mir zu haben, habe ich mir nur die (scheinbar) negativen Auswirkungen vor Augen gehalten.

Ich sah mein schlafendes Baby an, atmete tief durch und beschloss, dem neuen Leben eine Chance zu geben. Ich machte mir klar, dass stillen eigentlich auch sehr praktisch ist, denn ich muss unterwegs nie lange Mahlzeiten zubereiten, sondern kann sofort loslegen. Beim Stillen ist mir mein Baby so nah wie niemandem sonst, es sind Momente, die nur uns gehören und die uns keiner wegnehmen kann. Außerdem stillte ich ab denn erstmal nur im Liegen. Ich richtete es uns auf der Couch gemütlich ein, packte überall Decken und Kissen in greifbare Nähe und achtete darauf, sie bei den ersten Anzeichen von Hunger anzulegen, damit sie in Ruhe anfangen konnte zu trinken, statt hektisch an mir herum zu reißen. Der nächste Tag war der erste, an dem ich mein Baby schmerzfrei stillte.

Mittlerweile kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Natürlich ist es manchmal anstrengend, denn zu Wachstumszeiten hängt die Hummel wie eine Klette an mir und zehrt mich, gefühlt, aus. Aber ich weiß dennoch, dass ich das richtige für mich und mein Baby getan habe, denn jede Nacht mehrmals aufstehen und Fläschchen rühren würde uns beide wohl in den Wahnsinn treiben. Ich stille sie nach ihrem Bedarf, tagsüber öfter, nachts normalerweise nicht so oft. Sie bestimmt, wann sie trinken will, denn nur sie weiß, wann sie Hunger oder Durst hat. Ich esse und trinke ja auch, wenn mir danach ist und nicht, wenn es mir jemand erlaubt. Das heißt, dass ich nicht auf die Uhr schaue, was mir natürlich auch wieder Kritik entgegenbrachte.

"Was, du stillst schon wieder? 2 Stunden sind doch noch gar nicht vorbei, das ist aber nicht normal!" Und das von einer Frau, die selbst NIE gestillt hat, weil es ihr zu umständlich war! "Was, du stillst? Aber dann weißt du doch gar nicht, wie viel sie getrunken hat!" Nö, weiß ich auch nicht, aber ich weiß ja auch nicht, wie viel Hunger sie hat. Weiß ICH denn vorher, wie viel ich essen will/kann, wenn ich hungrig bin? Diese Einstellung, dass ein Baby wie eine Maschine funktionieren und streng nach Uhr gefüttert werden soll, macht mich so wütend, das kann ich gar nicht in Worte fassen. Man merkt doch, ob das Kind noch/wieder Hunger hat oder ob es aus Langeweile an die Brust will. Letzteres lasse ich nicht zu, meine Brustwarzen sind dazu einfach zu empfindlich, aber ansosnten höre ich auf mein Kind und mein Gefühl und wir fahren gut damit. Da sie jede Woche zwischen 300 und 400g zunimmt, kann mir auch keiner erzählen, dass mein Kind nicht satt wird. Rein aus Neugier (ok, und um den Nervensägen eins auszuwischen) habe ich in der Apotheke eine Babywaage bestellt, um zu schauen, wie viel die Hummel bei einer Mahlzeit trinkt.

Ich genieße es mittlerweile, dass wir uns so nah sind und diese Nähe mit niemandem teilen müssen. Nur mein Mädchen und ich. Klingt egoistisch, aber ich würde es der buckligen Verwandtschaft auch schlicht nicht gönnen, wenn sie mein Baby füttern könnten!

Stillen ist für ein Baby so viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es bietet Körperkontakt mit Mama, Trost und Geborgenheit. Sprecht euren Kindern das nicht ab und hört auf euer Bauchgefühl, auch, wenn irgendwer der Meinung ist, er oder sie müsse es besser wissen.

Alles Liebe

Nadja

PS: Ich möchte hiermit natürlich niemandem Vorhaltungen machen, der sein Baby aus welchen Gründen auch immer nicht stillen kann! Weder mein Freund, noch ich wurden gestillt und sind trotzdem groß geworden (mein Freund sogar seeehr groß *haha*). Ich habe auch trotzdem eine gute Bindung zu meiner Mama. Bindung entsteht nicht nur durch stillen, Mamaliebe hat soo viele Facetten. Ich persönlich denke aber, dass man immer alles versuchen sollte, bevor man das Stillen einfach so aufgibt, denn es hat auch so viele schöne Seiten für einen selbst und für sein Kind. Und im Endeffekt ist die Stillzeit soo kurz im Vergleich zum Rest des Lebens, dass ich einfach denke, dass man einen gewissen Verzicht in dieser kurzen Zeit ruhig auf sich nehmen kann.

Donnerstag, 4. September 2014

8 Wochen Babyglück - Von einem Extrem ins andere

8 Wochen und 1 Tag ist die Hummel heute alt und muss schon fleißig ihr Immunsystem trainieren. Seit vorgestern wird sie von einem Schnupfen gequält und ich bin einfach nur sauer. Auf was oder wen weiß ich nicht. An Gott glaube ich nicht und an sowas wie Schicksal eigentlich auch nicht, aber ich bin es so leid und würde gern auf irgendwas "persönliches" wütend sein. Ständig ist irgendwas anderes und wir kommen hier überhaupt nicht zur Ruhe. Mit unserer Horrorgeburt fing es an, dann kam die Brustenzündung, die Schreiphase, der erste Wachstumsschub, dann mussten die Fäden der Dammnaht gezogen werden, weil sie eingewachsen waren (ganz toll, wirklich!), die Bauchprobleme, der zweite Schub, jetzt der Schnupfen und das ewige unangenehme Gefühl/Zwicken der Dammnarbe, was laut Arzt noch locker 6 Monate anhalten kann. Tolle Wurst, wirklich. Zwischendurch gibt es zwar auch mal nen guten Tag, an dem wir uns etwas erholen können, aber die getankte Kraft reicht für 3 schlechte einfach nicht aus. Irgendwie gibt es auch nur Extreme.

In der Nacht zu gestern schlief die Hummel z. B. kaum, gestern über den Tag auch nicht, dafür wollte sie etwa jede Stunde trinken. War auch kein Thema, mit verstopfter Nase ist trinken mega anstrengend für sie und dass sie dann nicht viel auf einmal schafft, ist ja irgendwie klar. Letzte Nacht schlief sie dafür fast 11 Stunden und ich musste sie zwischendurch zum Stillen wecken, weil mir die Brust schon richtig weh tat. Viel getrunken hat sie trotzdem nicht, so dass ich heute Morgen zusätzlich abpumpen musste. 80ml in 6 Minuten, na Halleluja. Jetzt schläft sie wieder und mir graut es schon vor der Nacht. Wobei ich hoffe, dass sie einfach ein erhöhtes Schlafbedürfnis hat, weil sie krank ist und auch heute Nacht einigermaßen Ruhe sein wird.

Wie lang soll das so weitergehen? Entweder alle 1,5-2 Std wach die Nacht oder alle 6? Wie wär's denn mit regelmäßig alle 4-5 Std, das scheint mir für alle Beteiligten ein fairer Deal zu sein. Dass sie 6 Stunden schläft erwarte ich ja gar nicht, zumal ich dann irgendwann im eigenen Saft liege, was auch nicht so toll ist :-/ Heute Morgen war meine Betthälfte jedenfalls klatschnass, weil so viel Milch ausgelaufen ist (trotz Moltonauflage und extra Moltontuch!). Ich bin ein Plan-Mensch, mir fehlt die Regelmäßigkeit.

Nun aber zum Update:

8 Wochen Baby sein

Daten: 59cm, 6,2kg

Das mag ich: die Bärchenrassel; Auto fahren; aufrecht oder im Fliegergriff getragen werden, damit ich viiiiel sehen kann, ganz nah bei Mama schlafen, Lichtspiel

Tragebaby *_*


Das mag ich gar nicht: rücklings auf dem Arm liegen, da sieht man ja nix; Nase absaugen; aus dem Fläschchen trinken; im Wohnzimmer einschlafen und woanders aufwachen; Mama beim Essen zuschauen

Das ist neu: erste konzentrierte Greifversuche; sobald sie auf dem Bauch liegt, versucht sie sich irgendwie voran zu schaffen, was teilweise sogar funktioniert, zur Beruhigung am eigenen Fäustchen nuckeln; zwischendurch auch nachts längere Schlafphasen am Stück


Kleine Robbe :)

Erlebnisse: das erste Mal nur mit Oma zu Hause, ohne Mama und Papa; viel Babybesuch beim GVK-Treffen


8 Wochen Eltern sein

Neue Erkenntnisse: ein Baby zu bespaßen, das zwar viel will, aber einfach noch nicht kann, ist echt schwierig; egal, wie genervt ich bin, die Hummel mit meiner Mama allein zu lassen war nicht leicht; sie verändert sich so schnell, dass man mit dem Fotosmachen kaum hinterher kommt

Dafür fehlt die Zeit: Haushalt, wie immer; lernen; nähen; bloggen; Zweisamkeit

Das war blöd: Dieser verdammte Schnupfen und sein Kind leiden sehen zu müssen. Trotz Muttermilch und Nasentropfen, musste ich sie beim Stillen oft abdocken, damit sie Luft holen kann. Diskussionen mit Christian, der manchmal einfach nicht verstehen will (oder kann?), dass ich auch mal Feierabend / ne Pause brauche. Meine Mama + Geschwister wieder fahren zu lassen :( Sie haben mir so toll geholfen und hatten so eine Freude daran, Zeit mit der Hummel verbringen zu können.

Der glücklichste Moment: Nach dem Geburtstagsessen nach Hause zu kommen und die Kleine friedlich schlafend im Stillkissen liegen zu sehen.

Nächte: durchwachsen, wie oben bereits beschrieben :(

Darauf freuen wir uns: morgen gehen wir nochmal zur Osteopathin; Freitagnachmittag sind wir zum Grillen eingeladen und ich freu mich auf die Samstagabend-Show von Andreas Gabalier (bitte nicht mit Steinen werfen *duck*)

Das macht Mama glücklich: in Ruhe duschen; zu wissen, dass meine Familie mich so toll unterstützt, obwohl sie weit weg wohnt; die Treffen mit den GVK-Mädels

Das macht Papa glücklich: Die Hummel abends in den Schlaf zu kuscheln; den Elterngeldantrag fertig zu haben (man, was ein Akt!); Mama glücklich machen, denn: Wenn Mama nicht zufrieden ist, ist es keiner *hehe*


Hier wird noch gekugelt: Mandy Anna


Die Idee stammt von Svenja.

Vielen Dank für eure vielen und lieben Kommentare zu den letzten Posts. Ich weiß, hier wird zur Zeit viel gemault und manchmal auch gejammert und ich bin froh, dass ich offenbar noch keinen vergrault habe und ich durch euch so viel Unterstützung bekomme. Ich weiß das sehr zu schätzen :)

Alles Liebe

Nadja 

Mittwoch, 27. August 2014

Update - 7 Wochen Babyglück...

...oder: Das Licht am Ende des Tunnels ist viel zu oft doch nur ein Zug :( Gute und schlechte Tage/Nächte wechseln sich unrhythmisch ab und ich fühle mich ausgelaugt und energielos. Ich sehe auch aus wie ein Zombie. Immer, wenn sie mal ne Nacht ganz gut geschlafen hat, denke ich, es geht bergauf, doch dann folgt entweder ein Horrortag oder eine -nacht oder beides.

Seit einer Woche hängt der Post nun in der Warteschleife, also wurde aus der 6 direkt eine 7.

7 Wochen Baby sein 


Daten: 59cm, fast 6kg - aktuell nimmt die Hummel zwischen 300 und 400g pro Woche zu
Das mag ich: Auto fahren, Licht, im Fliegergriff durch die Wohnung getragen werden und dabei einschlafen, mit Mama auf der Couch liegen und erzählen
 
Das mag ich gar nicht: Kinderwagen fahren; kurz warten müssen, bis Mama die Milchbar ausgepackt hat; Kacki in eine Windel machen, die schon etwas nass ist. Da muss entweder eine trockene her oder abgehalten werden. Abends nicht clustern zu dürfen.

Das ist neu: Die Hummel geht schon richtig auf's Klo ;) Natürlich nur mit Mamas Hilfe, aber die ist froh, dass sie dann eine Windel weniger wechseln muss. Außerdem nimmt sie ihre Umwelt nun immer deutlicher wahr, erkennt Geräusche (wenn Papa hustet zB), lächelt und streckt die Zunge raus.

Erlebnisse: Beim Babytreff haben wir endlich die Mädels aus dem Vorbereitungskurs wieder getroffen, außerdem hatten wir ein Fotoshooting und haben tolle Bilder mit ihr gemacht. Wir waren bei einer Osteopathin und Mama hat das Gefühl, dass es der Hummel seitdem besser geht.


6 Wochen Eltern sein

Neue Erkenntnisse: Wenn auf jeden guten Tag mindestens ein schlechter folgt, kann man die guten irgendwann auch nicht mehr genießen :(

 
dafür fehlt die Zeit: schlafen, Zweisamkeit, Haushalt


das war blöd: offenbar riecht und schmeckt meine Milch zu gut, so dass die Hummel selten bis nie auf meinem Arm einschläft. Sobald ich sie hochnehme, sucht sie nach der Brust und wird sauer, wenn sie sie nicht kriegt. Lasse ich sie dann trinken, schläft sie aber auch nicht, weil sie alles wieder ausspuckt :( Bei anderen schläft sie ruckzuck ein.  Ich kann nichtmal mit ihr kuscheln, weil ich für sie aktuell nur Milchbar bin :( Das ist echt mega frustrierend.

Ausgerechnet in der Nacht, in der der Papa nicht da war, hatte sie die schlimmsten Bauchschmerzen und wir haben bis auf 3 Std (nicht am Stück!) kein Auge zu gemacht.
Vor 2 Wochen hat die Schwägerin Geburtstag gefeiert und ausgerechnet da war der Wachstumsschub am Höhepunkt angekommen und die Hummel war unausstehlich. Nach 3 Stunden verstecken in der Wohnung, während draußen gefeiert wurde, sind wir entnervt nach Hause gefahren und ich hab den Abend heulend vor'm Haus gesessen, während Chrisitan Babydienst geschoben hat. Irgendwann hält man dieses Drama echt nicht mehr aus. 

Dann bin ich noch mit Männes Oma aneinander geraten und echt geplatzt. Scheinbar denken hier manche Leute, das Kind sei der familiäre Pausenclown und müsse ständig von A nach B gereicht werden. Diese Einstellung und dass nicht respektiert wird, dass es der Kleinen zu viel ist, geht mir tierisch gegen den Strich.

der glücklichste Moment: Eine Nacht mit 5,5 Stunden Schlaf <3

 
Nächte: durchwachsen - Sie schläft erst unheimlich spät ein (letzte Nacht um halb 1), schläft dann etwa 4 Stunden und ist ab dann wieder alle 2 Stunden wach. Außerdem besteht das morgendliche Bauchweh-Problem leider immer noch. Ich versteh das nicht, denn tagsüber hat sie das nicht. Ab 4 Uhr etwa geht das Drama los, sie drückt, quäkt und weint :(

 
Darauf freuen wir uns:  auf meinen Geburtstag am Freitag und die Überraschung, die der Papa vorbereitet hat.


Das macht Mama glücklich: mal ne halbe Stunde in Ruhe im Garten nen Kaffee trinken; von der Hummel angelacht zu werden; wenn sie dann doch mal bei mir einschläft; dass das Stillen endlich wieder beidseitig funktioniert, wenn auch immer noch nicht schmerzfrei; der gute Kontakt und die gelegentlichen Treffen mit den Vorbereitungsmädels


Das macht Papa glücklich: wenn Mama sich mal etwas erholen konnte und nicht mehr so maulig ist

Hier wird noch gekugelt:  Mandy Anki  margarete_audrey  Anna und Betti

Anna Themama Valrike Wonni Annika Fräulein Sonnenschein Jennifer Wenke Mara und Shiva sind von Kugel- schon auf Kuschelzeit umgestiegen und die Idee stammt von Svenja :)
Es tut mir übrigens echt leid, dass ich aktuell nicht dazu komme, bei euch vorbei zu schauen. Die Hummel hat leider keinen wirklichen Rhythmus bisher und ich komm echt zu gar nix momentan. Wenn ich die Spülmaschine ausräume, habe ich schon viel geschafft :(
Alles Liebe
Nadja

Donnerstag, 14. August 2014

Blogvorstellung: New Mamas World

Hachja, ich freue mich. Die bezaubernde New Mama hat jetzt nicht nur Facebook, Instagram und Youtube, sondern auch einen Blog:

Während sich ihr youtube-Kanal vor allem um Stoffwindeln dreht und alles, was dazu gehört, geht es in ihrem Blog auch um's Familienleben mit ihren 2 kleinen Söhnen, einer Hundedame und dem angeblich besten Ehemann aller Zeiten ;)

Ich mag ihre lockere und fröhliche Art, die sie durch ihre Videos transportiert, total gerne und freue mich, dass sie mein kleines Blog-Dorf nun mit ihren Geschichten erweitert. Sie war mir schon oft eine große Hilfe und Inspiration. Anfangs noch anonym nur zum Thema Stoffies, mittlerweile durch privaten Kontakt (jaaa, es gibt nicht nur böse Menschen im Internet!!) in allen Lebenslagen. Ich freue mich darauf, viel von ihr zu lesen, denn seien wir mal ehrlich: Bloggen geht viel schneller als Videos drehen ;)

Ein Klick lohnt sich auch für die, die mit Stoffwindeln nix am Hut haben.

Alles Liebe

Nadja

Mittwoch, 13. August 2014

Update - 5 Wochen Babyglück


Riesenbaby <3


5 Wochen Baby sein 

Daten: 4900g,  56cm

Das mag ich: Zunge raus strecken, über der Schulter hängend einschlafen

 
Das mag ich gar nicht: allein liegen bleiben, wenn Mama auf's Klo muss oder sich was zu essen machen will; dass ich nicht ununterbrochen an Mama nuckeln darf

Das ist neu: Die Hummel hat nen ordentlichen Schub hinter sich. Sie ist gewachsen (die 56er Klamotten kann ich größtenteils wegpacken), kann neue Laute und hat ihre Mimik mehr unter Kontrolle. Außerdem reagiert sie auf Geräusche und kann besser sehen.

Erlebnisse: Besuch von Tante und "Oma" und zwei guten Freunden von uns. Die Hummel hat an diesem Tag das erste Mal richtig gelacht und sich auf "Omas" Arm so wohl gefühlt, dass sie eingeschlafen ist.

Sieht unbequem aus? Die Hummel pennt so am liebsten!

5 Wochen Eltern sein

Neue Erkenntnisse: Mama sein ist nicht halb so einfach wie es aussieht
 
dafür fehlt die Zeit: schlafen, Zweisamkeit, Haushalt

das war blöd: offenbar riecht und schmeckt meine Milch zu gut, so dass die Hummel selten bis nie auf meinem Arm einschläft. Sobald ich sie hochnehme, sucht sie nach der Brust und wird sauer, wenn sie sie nicht kriegt. Lasse ich sie dann trinken, schläft sie aber auch nicht, weil sie alles wieder ausspuckt :( Bei anderen schläft sie ruckzuck ein.  Ich kann nichtmal mit ihr kuscheln, weil ich für sie aktuell nur Milchbar bin :(
Das ist echt mega frustrierend.
Am Samstag hat die Schwägerin Geburtstag gefeiert und ausgerechnet da war der Wachstumsschub am Höhepunkt angekommen und die Hummel war unausstehlich. Nach 3 Stunden verstecken in der Wohnung, während draußen gefeiert wurde, sind wir entnervt nach Hause gefahren und ich hab den Abend heulend vor'm Haus gesessen, während Chrisitan Babydienst geschoben hat. Irgendwann hält man dieses Drama echt nicht mehr aus.

der glücklichste Moment: Der Besuch am Sonntag und Hummels erstes Lachen.
 
Nächte: durchwachsen - Sie schläft erst unheimlich spät ein (letzte Nacht um halb 1), schläft dann etwa 4 Stunden und ist ab dann wieder alle 2 Stunden wach. Außerdem besteht das morgendliche Bauchweh-Problem leider immer noch. Ich versteh das nicht, denn tagsüber hat sie das nicht. Ab 4 Uhr etwa geht das Drama los, sie drückt, quäkt und weint :(
 
Darauf freuen wir uns: auf die Messungen im Rahmen der U3 und den Termin beim Orthopäden morgen.

Das macht Mama glücklich: mal ne halbe Stunde in Ruhe im Garten nen Kaffee trinken; von der Hummel angelacht zu werden; wenn sie dann doch mal bei mir einschläft; dass das Stillen endlich wieder beidseitig funktioniert, wenn auch immer noch nicht schmerzfrei; der gute Kontakt und die gelegentlichen Treffen mitd en Vorbereitungsmädels

Das macht Papa glücklich: wenn Mama sich mal etwas erholen konnte und nicht mehr so maulig ist

Hier wird noch gekugelt:  Mandy Anki  margarete_audrey  Anna und Betti
Anna Themama Valrike Wonni Annika Fräulein Sonnenschein Jennifer Wenke Mara und Shiva sind von Kugel- schon auf Kuschelzeit umgestiegen und die Idee stammt von Svenja :)
Es tut mir übrigens echt leid, dass ich aktuell nicht dazu komme, bei euch vorbei zu schauen. Die Hummel hat leider keinen wirklichen Rhythmus bisher und ich komm echt zu gar nix momentan. Wenn ich die Spülmaschine ausräume, habe ich schon viel geschafft :(
Alles Liebe
Nadja
 

Montag, 11. August 2014

Update - 25 Tage Babyglück und -frust

Hallo ihr Lieben,

heute gibt's mal wieder Meldung von uns. Wir waren die letzten Tage ein bisschen im Babyfrust abgetaucht, da die Hummel wieder irre viel geschrien hat. Es waren wirklich schlimme Tage :( Christian hat mir gar nicht richtig glauben können, WIE schlimm sie manchmal schreit, bis er es gestern mitbekommen hat. Die Hummel hat sich so in einen "Anfall" reingesteigert, dass sie knallrot wurde und kaum noch Luft bekam. Mir wurde Angst und Bange, sag ich euch. Hebamme und Kinderarzt meinten bloß, dass das in dem Alter normal sei und man nicht wisse, weshalb die Kinder so viel schreien. Nunja, irgendeinen Grund muss es ja aber haben, also haben wir uns auf Ursachenforschung begeben. Denn ganz ehrlich, wenn man irgendwann an dem Punkt ankommt, an dem man plötzlich versteht, wieso Eltern ihren Babys im Affekt die schlimmsten Dinge antun, muss irgendwas passieren. Schreien lassen war und ist für uns keine Option - außer eine Notfallmaßnahme, wenn ich mal wirklich nicht mehr kann und ich einfach mal kurz durchatmen muss.

Zum Glück gibt es ja das Internet und dort viele liebe und hilfsbereite Menschen, die mir in den letzten Tagen unheimlich viele Ratschläge und Tips gaben. Die berühmten 3-Monats-Koliken konnten wir ausschließen. Zwar hat die Hummel morgens immer ordentlich Bauchweh und pupst wenig fröhlich vor sich hin, aber die Schreiere geht eher mittags / abends so richtig los.

Nachdem sie beim Stillen eingeschlafen war, konnte ich sie pucken, was dem Mann und mir das erste gemeinsame ruhige Abendessen seit der Geburt beschert hat. Die Hummel lag währenddessen friedlich neben uns auf der Couch. Wenn sie wach ist, brauch ich das allerdings gar nicht versuchen! Wahnsinn, wie viel Kraft so ein kleines Menschlein hat.

Außerdem habe ich mich nochmal ans Tragetuch gewagt und es klappt schon besser. Nächste Woche ist die Trageberatung aus dem Urlaub zurück, da möchte ich so schnell es geht einen Termin machen. Mit unserem (geschenkten) elastischen Tuch ist die Tragerei echt nicht so leicht und für den Mann ist es sowieso zu kurz.



Allgemein half viel, viel Körperkontakt in den letzten Tagen ganz gut. Das bedeutet zwar auch, dass ich zum Einschlafen halb ins Babybettchen krabbeln muss, aber Hummels Matratze ist eh viel bequemer als unsere!

Und die letzte und wahrscheinlich erfolgreichste Maßnahme: Ruhe! Wir waren nur zu Hause und hatten keinen Besuch, außerdem ist der Fernseher nun, wenn er läuft, viel leiser. Außerdem rennen wir nicht mehr mit ihr durch's ganze Haus, wenn sie am Einschlafen ist, sondern setzen uns ruhig irgendwo hin. Da sie sehr interessiert an ihrem Umfeld ist, dachte ich erst, ihr sei langweilig und sie bräuchte mehr Reize. Das Gegenteil aber ist der Fall, denn ansonsten macht das Kind kein Auge zu. Sie braucht aktuell offensichtlich nur ganz viel Mama und Papa, sonst nix. Der Familie wird das nicht schmecken, ist mir aber wurscht. Hauptsache, mein Kind muss sich nicht mehr die Seele aus dem Leib brüllen!

Da krallt sich jemand an Mamas Arm fest ;)

Wer da auch Probleme haben sollte, kann sich HIER informieren. Dieser Artikel hat mir wirklich wahnsinnig geholfen und mich vor allem vom Dauerstillen befreit, das im Endeffekt nämlich nichts gebracht hat, außer vollgespuckten Eltern...

3,5 Wochen Baby sein

Daten: ca. 4300g, 54cm

Das mag ich: auf / an Mama einschlafen und bitte auch aufwachen


Das mag ich gar nicht: allein liegen bleiben, wenn Mama auf's Klo muss oder sich was zu essen machen will

Das ist neu: gerade hab ich die Hummel im Tragetuch und sie schläft!

Erlebnisse: beim Geburtstag der Tante vom Opa gehalten zu werden, der ganz doll Angst hatte, die Hummel kaputt zu machen *haha*




3,5 Wochen Eltern sein


Neue Erkenntnisse: Babys Mimik-Sprache ist nicht leicht zu deuten, aber man kann es lernen
 
dafür fehlt die Zeit: schlafen und essen! Ich habe seit der Geburt 17kg verloren und wiege damit 7kg weniger als vor der Schwangerschaft. An die dünnen Arme und Beine muss ich mich noch gewöhnen :-/
das war blöd: die Hilflosigkeit gegenüber dieser schlimmen Schreierei; den Mann ins Gästezimmer schicken zu müssen, weil er erkältungsbedingt schnarcht und ich dann kein Auge zu mache :( Ich vermisse ein bisschen Zweisamkeit


der glücklichste Moment: als die Hummel im Tuch eingeschlafen ist
 
Nächte: durchwachsen - gegen frühen Morgen bekommt sie immer Bauchweh und drückt und quäkt dann die ganze Zeit im Schlaf. Ich werde davon jedes Mal wach, wodurch ich selten mehr als 3 Std Schlaf am Stück abbekomme. Für mich die pure Folter.
 
Darauf freuen wir uns: es steht nichts besonderes an
Das macht Mama glücklich: in Ruhe essen zu können!

Das macht Papa glücklich: dass er arbeiten gehen und sich dadurch dem Schreien entziehen darf ;) 

Hier wird noch gekugelt:  Mandy Anki Mara margarete_audrey  Anna und Betti
Anna Themama Valrike Wonni Annika Fräulein Sonnenschein Jennifer Wenkeund Shiva sind von Kugel- schon auf Kuschelzeit umgestiegen und die Idee stammt von Svenja :)

Ich hoffe, ihr hattet ein schöne(re)s WE und einen guten Start in die neue Woche :)

Alles Liebe

Nadja

PS: Mara kugelt natürlich nicht mehr, aber ich kann den Beitrag gerade nur mit der Blogger-App bearbeiten und das klappt nicht so, wie ich mir das vorstelle *grml*

Babyalbum?

Hallo ihr Lieben,

habt ihr einen Tip für ein schönes Babyalbum? Also so eins für Fotos, aber mit vorgegebenen "Feldern" für Geburtsdatum, Gewicht, Größe usw? Bei Amazon sieht man oft nur den Buchdeckel und hier im Buchladen ist die Auswahl miniklein :(

Habe schon überlegt, ein Scrapbook zu machen, aber das ist wahrscheinlich in 100 Jahren nicht fertig :( Hat das von euch jemand gemacht oder vor zu machen? Wo gibt's denn schöne Scrapbücher und Zubehör?

Alles Liebe

Nadja

Samstag, 26. Juli 2014

2 Wochen Babyglück - Illusion vs. Wirklichkeit

Seit Mittwoch will ich diesen Post verfassen, jetzt komme ich endlich dazu und auch nur, weil ich dafür eine Stunde Schlaf opfere... Andererseits genieße ich die Ruhe gerade auch irgendwie. Vor ein paar Tagen mutierte unsere zuckersüße, verpennte Tochter zu einem schreienden Monster, das sich kaum bis gar nicht beruhigen lässt. Es ist furchtbar, sie schreit ständig und das ohne erkennbaren Grund. Nachts schläft sie total unruhig und weckt uns mit ihrem Gequäke ständig auf.

2 Wochen Baby sein




Daten: 4180g, 54cm

Das mag ich: aktuell irgendwie gar nichts :(

Das mag ich gar nicht: dass sie nicht den ganzen Tag auf Mamas Brust liegen darf
Das ist neu: die ewige Schreierei :(
Erlebnisse: zu Besuch bei den lieben Kinderkrankenschwestern im Krankenhaus

 
2 Wochen Eltern sein

Neue Erkenntnisse: auch Mamas Superkräfte haben ihre Grenzen

dafür fehlt die Zeit: essen, schlafen, einfach mal in Ruhe mit dem Mann kuscheln
 
das war blöd: die Brustentzündung und die damit verbundenen Qualen, dass die Hummel nur noch schreit

der glücklichste Moment: jede Minute, in der die Hummel schläft, die Dusche vor'm Schlafengehen, egal, wie spät es ist
Nächte: durchwachsen - 2 Nächte schlief sie 7h am Stück, gestern war sie nicht zum Einschlafen zu bewegen und als sie endlich geschlafen hat (gegen 2 Uhr) hat sie ständig schlecht geträumt
Darauf freuen wir uns: es steht nichts besonderes an
  Das macht Mama glücklich: dass die Brust nicht mehr so weh tut und das Stillen endlich besser klappt
Das macht Papa glücklich: ein schlafendes Baby, die Aussicht auf einen Abend mit seinen Jungs


Hier wird noch gekugelt:  Mandy Anki Mara margarete_audrey Wenke Anna und Betti

Anna Themama Valrike Wonni Annika Fräulein Sonnenschein Jennifer und Shiva sind von Kugel- schon auf Kuschelzeit umgestiegen und die Idee stammt von Svenja :)

 
17 Tage ist die kleine Hummel nun alt, Zeit für ein kleines Resümee

Familienbett - Klang in meiner Vorstellung total super und kuschelig. Alle gemütlich in unserem großen Bett, wenn die Hummel aufwacht und Hunger hat, kann ich sie direkt anlegen und danach gemütlich weiterschlafen. Nach 3 Tagen haben wir das Beistellbett ins Schlafzimmer gestellt und seither schläft sie dort. Unsere Matratze ist viel zu weich, so dass die Hummel bei jeder Bewegung von mir durch die Gegend gepurzelt und gegen mich oder mein Kissen gerollt ist. An erholsamenen Schlaf war nicht zu denken. So können wir sie trotzdem in den Schlaf kuscheln und dann einfach rüberlegen, außerdem jederzeit das Köpfchen streicheln, wenn sie schlecht träumt und ich habe sie trotzdem zum Stillen griffbereit.

Stillen - Sieht im Fernsehen und auf Bildern immer so unfassbar friedlich und liebevoll aus. Leider sah und sieht unsere Realität ziemlich anders aus und ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. V.a. am Anfang ist es unheimlich schmerzhaft und schwierig, soo viel Vormilch hat man dann ja doch nicht, aber die Würmchen haben trotzdem Hunger. Dann kommt der Milcheinschuss und das Baby kommt mit dem Trinken nicht hinterher. Da die Brustwarzen diese Dauerbelastung nicht gewohnt sind, tut es einfach nur irre weh! Und wenn man dann noch so einen gierigen Nimmersatt hat, werden auch noch Löcher und Furchen reingebissen, die bluten und sich entzünden.

Tragen - Habe gestern mal mit dem Tuch geübt, aber es hat noch nicht soo gut geklappt. Aber ich gebe nicht auf :) Mein Rücken ist leider durch die Geburt noch ziemlich strapaziert, daher fällt es mir sehr schwer, die Hummel auf den Arm zu nehmen und zu tragen oder im Kinderwagen spazieren zu fahren.