Sonntag, 8. Juni 2014

Tutorial: Feuchttuchaufbewahrung

Hallo ihr Lieben,

vielen, vielen Dank erstmal für die lieben Kommentare zum letzten Post. Mich wurmt es total, dass ich das auf einmal alles so an mich ranlasse, aber mein Nervenkostüm ist echt dünn wie Seidenpapier momentan, vor allem an Tagen nach schlechten Nächten :(

Heute aber mal was ganz anderes. Schon relativ früh war mir klar, dass ich die handelsüblichen Feuchttücher nicht zum Saubermachen meines Babys benutzen möchte. Zum einen, weil ich selbst so ein Problemkandidat bin, was die Haut angeht und mir die Zusatzstoffe in den fertigen Feuchttüchern nicht behagen. Zum anderen erinnere ich mich aber auch noch gut daran, wie es war, meinen jüngsten Bruder zu wickeln und ich fand diese Dinger immer irgendwie labberig, also völlig instabil, und eklig. Ich hatte permanent das Gefühl, in die Kac*e zu greifen. Der letzte Aspekt, der mich davon abhält, ist der dadurch entstehende Müll. Ich finde es wahnsinnig, wie viel Müll man beim Wickeln eines Babys produzieren kann.

Ich dachte also, ich stelle einfach eine Schüssel mit Wasser, ein paar Waschlappen und Pflegeöl an den Wickeltisch und damit ist der Käse gegessen. Doch dann fand ich DIESEN wunderbaren youtube-Kanal der liebenswerten NewMama und damit eine Anleitung für selbstgemachte Feuchttücher. Ich war sofort begeistert! Einzige Überlegung: Wie bewahre ich die Dinger auf? Es sollte eine platzsparende Möglichkeit sein, aber auch einfach zu handhaben. Als ich neulich beim Ausmisten eine alte Kaffeedose in der Hand hielt, kam mir folgende Idee:

Ihr braucht einen runden Behälter (ich habe jetzt erstmal die Kaffeedose genommen, werde aber nach etwas mit größerem Durchmesser Ausschau halten), Waschlappen o.ä. und eure Feuchttuchlösung.

Befeuchtet die Waschlappen, faltet sie eventuell auf die richtige Größe (=Höhe des Behälters) und legt sie überlappend (haha, was ein Wortspiel) übereinander:



Probiert am besten im trockenen Zustand aus, wie viele Tücher in den Behälter passen. In feuchtem Zustand passen etwa 1-2 mehr hinein.

Fangt dann an, die Waschlappenschlange aufzurollen. Wenn ihr sie so hinlegt wie ich, müsst ihr von rechts rollen.


So sieht dann die fertige Rolle aus. Diese darf weder zu fest, noch zu locker sein. Am besten trocken ausprobieren, wie fest ihr wickeln könnt/müsst, damit ihr die Tücher noch rauskriegt.


Ich habe hier übrigens Babywaschlappen vom Möbelschweden benutzt. Der 10er Pack kostet 2,99, sie sind 30x30cm groß und passen, zur Hälfte gefaltet, genau in die Kaffeedose.


Die angenähten Laschen haben hier einen ganz großen Vorteil, man kann die Tücher damit nämlich prima rausziehen. Wichtig ist, dass ihr mit dem mittlersten Tuch beginnt:


*zack* Einfach rausziehen. Wie ihr vielleicht erkennen könnt, sorgt das überlappende Aufrollen dafür, dass das nächste Tuch automatisch mit hochgezogen wird und somit griffbereit ist.

Auch, wenn nur noch wenige Tücher in der Dose sind, fallen diese nicht zusammen:


Ich freu mich schon sehr drauf, das alles in echt und nicht bloß mit wassernassen Lappen auszuprobieren ;) Übrigens verstehe ich jetzt auch, warum so viele Stoffie-Mamas die Lappen als Windeleinlage benutzen. Die saugen ja echt irre viel Flüssigkeit auf!

Vielleicht kann ich ja die ein oder andere dazu inspirieren, das Ganze mal auszuprobieren. Die liebe NewMama hat übrigens auch eine tolle facebook-Seite, schaut's euch mal an :)

Ich versuche dann jetzt mal zu schlafen :-/ Gute Nacht ihr Lieben, habt ein schönes WE, trotz der glühenden Hitze :)

Alles Liebe

Nadja

Kommentare:

  1. Schöne Sache, ich freue mich schon auf deinen Stoffwindelbericht. Ich hatte das auch erst überlegt, aber dann doch wieder verworfen. Die Ikea Waschlappen habe ich auch da, aber für das grobe nehme ich Einmalwaschlappen, die ich in der Mitte durchgeschnitten habe... ich mochte die Kacke nicht am Lappen haben.
    Erzähl später mal, wie du damit zurecht kommst und ob ihr dabei geblieben seid.
    Liebste Grüße Anna

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    1. Ich bin schon ganz gespannt, wie das dann alles so funktioniert. Stoffiposts gibt es auf jeden Fall, freu mich schon so sehr, die Kleine da rein zu packen *gg*
      Ist das denn mit Muttermilchstuhl auch schon so schlimm? Wobei der in der Stoffwindel wahrscheinlich auch schon anders aufgefangen wird als in ner WWW. Für später haben wir Wegwerfvlies, das das Grobe auffängt und in der Toilette entsorgt wird.

      Alles Liebe

      Nadja

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    2. Ich würde das Vlies schon ganz am Anfnag benutzen, da ist das Gröbste aus der Windel raus. Kann dann auch in den normalen (oder sogar Bio) Müll. Außerdem kann man das Vlies je nach Hersteller, wenn nur Pipi drin ist, bis zu 10 Mal wiederverwenden.

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  2. Naja, es ist halt dünn, und der weiße Lappen dann so ockergelb...ich habe das nur bei 60° und mit Fleckenspray komplett rausbekommen. Und so oft wasche ich nicht auf 60°, dann bräuchte ich zig Lappen...

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  3. Tolle Idee mit den Feuchttüchern.

    Stoffwindeln stehe ich persönlich eher skeptisch gegenüber. Die viele Wascherei ist auch nicht gerade umweltbewusst und Du wirst viele Windeln brauchen ;) Aber gut, jeder muss das natürlich für sich entscheiden.

    Ich bin gespannt, was Du berichten wirst.

    LG

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  4. Die Idee mit den Feuchttüchern gefällt mir. Ich muss jetzt mal blöd fragen: Aber sie sind erst mal trocken oder? man macht sie nass, wenn man sie rausgenommen hat? Oder sind sie nass in der Dose drin? Sorry, hab Hitze-Schwnageren-Doofheit und habe es evtl überlesen :D

    Stoffwindeln sind bei uns auch im Gespräch. Frage mich nur, wie viel Mehrbelastung das beim Waschen ist.

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    1. Die Idee hier ist so gedacht, dass die Tücher vorher befeuchtet werden. Anleitungen für so eine Feuchttuchlotion findest du im Netz Haufenweise, auch bei youtube gibt es viel zu dem Thema, hier z. B.:http://youtu.be/_9ytuVkAMDE

      Du kannst aber auch einfach die Lotion vorbereiten und deine Tücher frisch beim Wickeln befeuchten, das geht natürlich auch. Aber dann kannst die Läppchen auch einfach in einem Korb o. ä. am Wickeltisch aufbewahren.

      Ich werde auf jeden Fall über die Stoffiegeschichte berichten :)

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  5. Das ist ne coole Idee!
    Ich mache meine Feuchttüche auch selbst (bin ja auch Stoffwickelrin)
    Dazu habe ich ne alte Fleecedecke zerschnitten in Feuchttuchgroße Stücke und falte die, wie normale Tücher auch, in eine normale Feuchttuchbox.
    Dann werden sie mit Wasser und bisschen Badezusatz (einfach vorm Baden kurz in die Baby-Wanne getaucht) befeuchtet, ausgedrückt - fertig.
    Klappt nun seit fast einem Jahr, fürs Grobe nehme ich aber mitlerweile Feuchttücher zum Wegwerfen oder Klopapier...aber die Minibabykakce ist echt nicht schlimm.

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    1. Eine Bekannte macht für's Grobe Feuchttücher mit Küchenrollen. Pappe aus der Mitte raus und dann einweichen wie die Waschlappen. Das ist quasi der Mittelweg aus WW-Tüchern und Klopapier. Aber das Geschäft ist ja auch von Kind zu Kind verschieden und man muss einfach ausprobieren, was am besten funktioniert.

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